"Diese Streifen haben mein Leben zerstört"

Die Sucht nach dem Lust-K(l)ick: Schmuddelfilme sollen wie Drogen wirken

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Immer mehr Konsumenten von Schmuddelfilmchen sollen in eine Sucht-Spirale geraten, berichtet eine ZDF-Doku.

Die Schmuddelfilm-Industrie wächst und wächst - dank kostenloser und frei verfügbarer Inhalte im Internet. Das zieht immer mehr Nutzer an - häufig mit fatalen Folgen.

YouPorn, Pornhub & Co. haben das Porno-Genre und die Art und Weise, wie Schmuddelfilmchen heutzutage konsumiert werden, maßgeblich verändert. Durch das Internet können nun günstig gedrehte Amateur-Filme oder Webcam-Girl-Shows schnell, kostengünstig und frei verfügbar gestreamt werden.

Kostenlos, massig Angebote und immer verfügbar: Endstation Pornosucht?

Der Markt und die Nutzer werden mit Billig-Angeboten geradezu überschüttet, das Porno-Geschäft sei hart umkämpft, der Konkurrenzkampf tobt. Zu diesem erschütternden Fazit kam kürzlich die ZDF-Doku "Milliardengeschäft Porno - Gefahr aus dem Internet". Doch nicht nur die Darsteller, auch immer mehr Nutzer sollen unter der explosionsartig wachsenden Schmuddelfilm-Industrie leiden: So steige gleichzeitig auch die Anzahl der Pornosüchtigen massiv an, berichtet die Doku.

Dadurch, dass Pornos überall verfügbar seien, gebe es immer mehr Konsumenten, die in eine Abwärtsspirale gelangen. Besonders junge Nutzer aus der sogenannten "Generation Porno" werde so ein völlig falsches Bild von Sexualität vermittelt, manche sollen Frauen gegenüber später sogar gewalttätig aufgefallen sein. So erklärt in der Doku ein junger Mann namens Rocco aus Leipzig, dass Pornos sein Leben zerstört hätten. Fünf Jahre lang war der 21-Jährige pornosüchtig.

Erfahren Sie hier: 23-Jährige will Star in Schmuddelfilmen werden - und auch ihre Mutter muss dafür ran.

Studie: Pornosucht kann in Gewaltspirale gegen Frauen treiben

Eine Erziehungswissenschaftlerin von der Universität Marburg hat für eine Studie 3.000 Schüler befragt. Das schockierende Ergebnis: Sexuelle Gewalt ist - oft ungewollt - schon ein wesentlicher Bestandteil im Alltag vieler Jugendlicher. Ein häufiger Porno-Konsum verstärke dies und erhöhe die Wahrscheinlichkeit für sexuelle Übergriffe. Manche Frauen führe er sogar in die (Zwangs-)Prostitution. Doch Verbote sind am Ende kaum durchzusetzen, schließlich ist die Branche ein legitimer, wirtschaftlicher Zweig einer liberalen Gesellschaft.

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sap

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