Nicht vergeben und nicht Single

Bist Du bereit fürs ‚Mingle‘-Leben?

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‚Mingles‘ teilen sich vielleicht das Bett - aber nicht den gemeinsamen Alltag (Symbolfoto). 

Für eine Beziehung hast Du weder Zeit noch Ausdauer, das Single-Leben ist Dir aber auch viel zu aufwendig? Vielleicht ist ja das ‚Mingle‘-Leben genau richtig für Dich. 

Der Begriff ‚Mingle‘ ist eine Wortkreation aus den englischen Begriffen „mixed“ und „Single“ und bedeutet, dass man zwar offiziell Single ist, gleichzeitig aber in einem beziehungsähnlichem Zustand lebt. Der Unterschied zur klassischen Beziehung: Im Mittelpunkt stehen die Unverbindlichkeit und eine klare Entscheidung darüber, was man mit seinem ‚Mingle‘-Partner teilen will – und was eben nicht. 

Eine gemeinsame Wohnung? - Nein Danke! Die schmutzige Wäsche des Partners waschen? - Warum sollte man das tun? Diskussionen darüber, ob es zu Weihnachten zu Deiner oder seiner Familie geht? - Kommen erst gar nicht auf! Und das ist auch gut so – zumindest für die, die sich bewusst dafür entscheiden. 

Geteilte Meinungen über ‚Mingles‘

Laut einer repräsentativen GfK-Umfrage aus dem Jahr 2015 steht fast jeder Dritte (29 Prozent) dieser Idee positiv gegenüber. Allerdings gehören dieser Gruppe mehr Männer (63 Prozent) als Frauen (36 Prozent) an. Die größte Zustimmung findet das Mingle-Leben unter den 20- bis 49-Jährigen. Die Älteren sind nicht so überzeugt: Nur 16 Prozent der Befürworter sind über 60 Jahre alt. Für 43 Prozent der Befragten kommt ein ‚Mingle‘-Leben dagegen überhaupt nicht infrage. 

Die Gefahr: Oftmals wissen nicht unbedingt beide Partner von ihrem eigentlichen ‚Mingle‘-Dasein! Deshalb sollten Wunsch-‚Mingles‘ das Thema Unverbindlichkeit unbedingt ansprechen, um keine falschen Hoffnungen zu wecken. 

Wer sich verliebt hat und als Kompromiss auf eine ‚Mingle‘-Beziehung eingehen will, sollte dies lieber gleich lassen – früher oder später tut das nämlich sogar noch viel mehr weh, als ein unglückliches Single-Leben.

dpa/mk

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